Ginsemer Gedischde

(von: Philipp Traupel †)

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Trotz allem...

Etwas grau und etwas kahl,
auch die Jugend war einmal,
doch was nutzt denn das Gewimmer,
lieber Freund - es kommt noch schlimmer.

Haare wachsen aus den Ohren,
der Geruchsinn geht verloren,
dabei hast Du noch zu kämpfen,
um den Nasensaft zu dämpfen,
der sich an der Spiutze sammel
und als Troppfen runterbammelz.

Flasch und trüb liegt die Pupille,
trotz der Scharf geschliffnen Brille.

Du bekommst Paradontose, Deine Zähne werden lose,
schmerzhaft wie sie einst gekommen,werden sie Dir rausgenommen,
und das künstliche Gebiss, ist ein arges Hindernis.

Schweigen wir von Nierenschmerzen,von dem starken Klopf am Herzen,
von dem Magen - diesem Hund, keinesfalls ist der gesund.

Unten ist die Bauchwand faltig, der Urin ist zuckerhaltig.
Der Popo - einst straff und rund, leidet stark an Muskelschwund.

Wenn Dir ein Wind entfleucht, wird Dir gleich die Hose feucht,
und des Mastdarms volle Falten,können kaum den Stuhlgang halten.

Oftmals stören Deinen Frieden, wallnussgroße Hämorrhiden,
und die sogenannte gute, vielgepriesene Wünschelrute,
hängt als leicht verkrümmter Schlauch,unterm faltenreichen Bauch.

Nur zum Pinkeln lediglich,dient der Schnibbeldillerich.
Und er ist an dieser Stelle,wirklich keine Freudenquelle.
Und die holde Weiblichkeit,wittert dies und weiß Bescheid.
Schonungslos kommt sie zum Schluss,er ist sittsam, weil er muss.

Doch trotz allem, lieber Knabe, bring ich Dir als gute Gabe,Wünsche für das nächste Jahr.
Dein Urin wird wieder klar,alle Glieder soll'n sich straffen,Du sollst klettern wie die Affen,
kurz - Du sollst zum Playboy werden,viele Jahre hier auf Erden.

Herzlichen Glückwunsch

Philipp Traupel